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Gemeinsam für die Niers

Gigantische Säuberungsaktion war ein voller Erfolg / 400 Helfer auf 35 Flusskilometern

DLRG, Jugendfeuerwehr, Malteser und EDEKAner packten gemeinsam an, um die Niers vom gröbsten Dreck zu befreien

 

Mehrere verrostete Fahrräder, abgefahrene Autoreifen, die Reste eines Bürostuhls, eine alte Badewanne: Das waren die größten Fänge, die beim großen „Niers Clean up“ gemacht wurden. Hinzu gesellten sich dutzende Müllsäcke vollgestopft mit Plastikmüll, Glasflaschen und vielen anderen Dingen, die in einem Fluss nichts zu suchen haben. „Ein starkes Ergebnis, das allerdings auch traurig macht. Es zeigt, dass viele Menschen mit ihren Abfällen viel zu sorglos umgehen“, sagte Stefan Brüggemeier, Initiator der Aktion.

In den frühen Morgenstunden war diese nach Monaten der Vorbereitung angelaufen. An der Anlegestelle vor Schloss Wissen wurde von DLRG und Feuerwehr eine professionelle Leitstelle eingerichtet. Von dort aus wurde der Einsatz koordiniert, der Überblick über die rund 40 eingesetzten Schlauch- und DLRG-Boote sowie 316 Helfer und die sie begleitenden Kräfte der DLRG behalten. Unterm Strich waren es fast 400 Menschen, die sich in den Dienst der guten Sache stellten. Dazu gehörten auch Mitarbeiter aus unseren Märkten, die sich aktiv an der Müllsuche und am reibungslosen Ablauf der gemeinsamen Abschlussveranstaltung an der Schleuse vor Schloss Wissen beteiligten.

Um 10 Uhr wurden sämtliche Boote zwischen Wachtendonk im Süden und Goch im Norden zu Wasser gelassen. Auf circa 35 Nierskilometern, die in sieben Teilabschnitte unterteilt waren, machten sich die Helfer daran, den Fluss zu entmüllen. Und es kam am Ende weitaus mehr Abfall zusammen als auf den ersten Blick zu vermuten gewesen wäre. Vor allem in den Uferböschungen und im Wurzelwerk hatte sich einiger Unrat verfangen.

Bis zu vier Stunden befanden sich die Teams auf dem Wasser. Zum Teil wurden sie von Tauchern begleitet, die im Fall der Fälle größere Teile vom Grund der Niers ans Tageslicht beförderten. Darunter auch Kuriositäten wie die Kette eines Kleinbaggers. Stefan Brüggemeier: „Es ist kaum zu glauben, was Menschen in die Niers werfen, um sich den Transport zum Müllentsorger zu ersparen.“

Zum Abschluss des „Niers Clean up“ trafen sich alle Helfer an der Anlegestelle vor Schloss Wissen - bei gekühlten Getränken, Gulaschsuppe, Ananas, Melonen und kleinen Knabbereien. Die Bürgermeister Ullrich Franken, Dr. Dominik Pichler und Sven Kaiser aus Weeze, Kevelaer und Geldern waren ebenfalls gekommen, um sich über die Aktion zu informieren. Sie zeigten sich von der geleisteten Arbeit aller Beteiligten ebenso beeindruckt wie begeistert.